TIMSS 1997 ("Third International Mathematics and Science Study"), PISA ("Programme for International Student Assessment") und IGLU ("Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung") waren allerdings auch für Bayern der Anlass, neue Instrumente der Qualitätssicherung einzuführen und damit Schulen häufigere Rückmeldungen darüber zu geben, wo sie bzw. ihre Schülerinnen und Schüler im Vergleich zu anderen Schulen stehen, damit frühzeitiger interveniert werden kann, wenn sich Leistungsdefizite offenbaren. Außerdem wurden Erkenntnisse der internationalen Schulentwicklungsforschung aufgegriffen. Auf der Basis von bewährten Elementen, die nach und nach um neue ergänzt wurden, hat sich so in den letzten Jahren ein differenziertes System der Qualitätssicherung an bayerischen Schulen entwickelt, das heute im Wesentlichen folgende Bereiche umfasst:
- moderne Lehrpläne, die durch ihre Orientierung an Grundwissen und Kernkompetenzen an die bundesweiten Bildungsstandards angebunden sind,
- zentrale Abschlussprüfungen,
- fachliche Betreuung der Schulen durch die regionale Schulaufsicht,
- Orientierungsarbeiten/Vergleichsarbeiten an den Grundschulen,
- Jahrgangsstufentests an den weiterführenden Schularten,
- externe und interne Schulevaluation,
- Förderung der inneren Schulentwicklung,
- Bildungsmonitoring und Bildungsberichterstattung auf Landesebene durch die bayerische Qualitätsagentur,
- Lehramtsstudiengänge mit spezifischem Profil und eine auf die Erfordernisse der Unterrichts- und Schulentwicklung ausgerichtete Lehrerfortbildung.
