Pressemitteilung Nr. 172 vom 29. Juli  2010

Kultusminister Spaenle gibt aktuellen Durchschnitt der 2. Halbjahresnoten der 11. Jahrgangsstufe des achtjährigen und der 12. Jahrgangsstufe des neunjährigen Gymnasiums bekannt - Positive Entwicklung setzt sich fort
„Trend des ersten Halbjahres bestätigt: Schüler von G8 und G9 haben gleich gute Noten erzielt“



MÜNCHEN. Heute gab Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle wie ange-kündigt die Ergebnisse der Erhebung der 2. Halbjahresnoten der Jahrgangsstufe 11 des achtjährigen und der Jahrgangsstufe 12 des neunjährigen Gymnasiums bekannt. Die positive Entwicklung, die sich bereits im Februar abzeichnete, hat sich fortgesetzt. Erhoben wurden die Daten bei einem Drittel der staatlichen Gymnasien.

„Die Erhebung zum Schuljahresende ergab, dass die Durchschnittsnoten der Schüler der Jahrgangsstufe 11 des achtjährigen Gymnasiums und der Jahr-gangsstufe 12 des neunjährigen Gymnasiums im 2. Halbjahr erneut nahezu gleich gut ausfallen“, so der Minister. Sie liegen dabei etwas näher beieinander als zum 1. Halbjahr.


Die Daten der Erhebung im Juli 2010 im Überblick:

Fach und Oberstufe Jahresnote 2010
Deutsch G 8 2,68
Deutsch G 9 2,81
Mathematik G8 2,92
Mathematik G 9 2,96
Englisch G 8 2,55
Englisch G 9 2,81
Latein G 8 2,47
Latein G 9 2,37

„Für mich ist damit ein wichtiger Schritt in Richtung auf unser Ziel erreicht: Die Schülerinnen und Schüler beider Oberstufen sollen gleichwertige Bedingungen für den Weg zum Abitur haben und habe diese auch, wie die Erhebung belegt“, so der Minister.

Die Erhebung der jeweiligen Halbjahresnoten hatte der Minister in der Sondersi-tuation angeordnet, da Schüler in zwei unterschiedlichen Systemen der Oberstu-fe parallel in den Gymnasien unterrichtet werden. In die repräsentative Erhebung zum Schuljahresende waren knapp 18.000 Schülerinnen und Schülern an 100 staatlichen Gymnasien einbezogen worden.

Der Minister konkretisiert: „Das Anforderungsprofil erweist sich – bei allem Un-terschied in der Ausrichtung der beiden gymnasialen Oberstufen des neun- und des achtjährigen Gymnasiums – vergleichbar und die Schüler werden in beiden Oberstufensystemen gut auf die bevorstehenden Abiturprüfungen vorbereitet.“

Die Strategie des Monitorings der Einführung der Oberstufe wird Minister Spaen-le konsequent weiterverfolgen. Auch künftig werden alle Rückmeldungen über-prüft, für den Minister „eine bisher einmalige Selbstbindung der Bildungspolitik in Bayern an einer entscheidenden Schnittstelle der neuen Oberstufe“.


Im Vergleich die Daten der Erhebung im Februar 2010 im Überblick:

Fach und Oberstufe Halbjahresnote
Deutsch G 8 2,64
Deutsch G 9 2,85
Mathematik G8 2,83
Mathematik G 9 3,02
Englisch G 8 2,65
Englisch G 9 2,79
Latein G 8 2,52
Latein G 9 2,38


Dr. Spaenle fuhr fort: „Im Frühjahr gab es noch Einzelmeldungen von Schülern und Eltern mit der Befürchtung, dass der Notendurchschnitt der Schüler der Jahrgangsstufe 11 des achtjährigen Gymnasiums gegenüber dem der 12. Jahr-gangsstufe des neunjährigen Gymnasiums deutlich abfällt. Solche gab es seit Februar nicht mehr.“ Er sei froh, dass sich dieser Trend der vergleichbaren No-ten deutlich stabilisiert hat.

Prozesssteuerung besteht Bewährung – Schüler werden bis zum Abitur begleitet

„Mit aller Konsequenz lasse ich die Einführung der Oberstufe des achtjährigen Gymnasiums weiterhin begleiten und als Prozess steuern. Mein Ziel ist es dabei, die Schüler bei dieser Einführung zu begleiten, bis sie das Abiturzeugnis in ihren Händen halten“, so der Minister. „Mögliche Probleme müssen wir so rasch er-kennen, wie es möglich ist, und sie angehen.“
Die Strategie der landesweiten Prozesssteuerung hat sich, dies wird anhand der Erhebung der Halbjahresnoten erhärtet, bewährt.


Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus