Pressemitteilung Nr. 18 vom 18. Januar
2002
Erstmals Innovationspreis für bayerische Schulen - Kultusministerin Monika Hohlmeier zeichnet Vorbildschulen mit dem i.s.i. aus
„i.s.i. ist alles andere als easy“: Zum ersten Mal zeichnet Kultusministerin Monika Hohlmeier am heutigen Freitag in der Münchner Georg-Elser-Halle besonders innovative bayerische Schulen aus. Die Veranstaltung mit Prominenten ist eine Premiere, die ihresgleichen sucht. Die Stiftung Bildungspakt Bayern hat im vergangenen Jahr den „Innere Schulentwicklung Innovationspreis“ (i.s.i.) ausgeschrieben. Knapp 200 Schulen haben sich an dem freiwilligen Wettbewerb beteiligt, 28 kamen in die engere Wahl. 18 haben die Hürde genommen und wer-den heute ausgezeichnet.
„Der i.s.i zeigt, das wir Innere Schulentwicklung und Innovationsfreude nicht vom Kultusministerium per ordre du mufti anordnen, sondern dass sich die Schulen von sich aus aktiv ver-ändern wollen“, sagte Kultusministerin Monika Hohlmeier am Freitag. Das Kultusministerium habe vor drei Jahren mit einem breiten Inneren Schulentwicklungsprogramm den Anstoß gegeben.
Doch was sind eigentlich innovative Schulen, die die Kriterien für den ersten Innovationspreis erfüllen müssen? „Eine große Rolle spielen innovative und nachhaltig wirksame Unterrichtsformen, die die Schüler stärker in die Verantwortung nehmen. Wichtig ist, ob die Schule ein von Lehrern, Eltern und Schülern gemeinsam entwickeltes Schulprogramm hat. Fortbildungsfreudige Lehrer sind ebenso von Bedeutung wie die Mitwirkung von Eltern und Schü-lern bei wichtigen Entscheidungen. Eine innovative Schule zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie externe Partner mit ins Boot nimmt oder ein System zur Qualitätssicherung, also eine Form der Evaluation, vornimmt“, betonte Kultusministerin Hohlmeier. Die Vielzahl von Kri-terien zeige, welch hohe Ansprüche der i.s.i. an die Schulen stelle.
„Um eines jedoch klarzustellen: Beim i.s.i. geht es nicht um wilde Projekthuberei, sondern um Vorhaben, die das Schulleben nachhaltig verändern“, erklärte Hohlmeier. Wie wichtig dieser Prozess sei, zeige auch die Pisa-Studie. Die Verbesserung der Unterrichtsqualität ist ein zentraler Punkt. „Diese Schulen, die heute mit dabei sind, haben bereits bewiesen, dass sie sich vorbildlich auf den Weg zu mehr Eigenständigkeit gemacht haben und selbstverständlich mit neuen Unterrichtsformen arbeiten“, sagte Hohlmeier.
Für jede Schulart werden heute drei Schulen ausgezeichnet. Neben attraktiven Sachpreisen erhält der 1. Preisträger 3000 Euro, der zweite 2000 Euro und der dritte 1000 Euro. Die Preisträger wurden von einer schulartspezifischen Jury ermittelt.
Folgend die i.s.i.-Preisträger (mit kurzer Begründung):
Förderschulen:
1. Preis: Dominikus-Savio-Schule, 96126 Maroldsweisach (Die Jury zeigt sich beeindruckt von dem breiten Einsatz moderner Unterrichtsformen. Zum Teil werden die Jahrgangsstufen aufgelöst. Die Schule bietet den Lehrern professionelle Supervision an.)
2. Preis: Förderschule Penzberg, 82377 Penzberg (In der Schule herrscht eine ausgespro-chen gute Kommunikation zwischen Schulleitung, Kollegium und Eltern. Die Schule hat ein vorbildliches Schulprogramm erarbeitet.)
3. Preis: Dr.-Elisabeth-Bamberger Schule, 85221 Dachau (In dieser Schule ist ein Prakti-kumstag für die Schüler eine Selbstverständlichkeit, für den Basisunterricht wurden gemein-sam feste Regeln erarbeitet.)
Grundschulen:
1. Preis: Scharrerschule, 90478 Nürnberg (Die Schule mit über 500 Schülern arbeitet mit mehreren Netzwerken zusammen. Interkulturelles Lernen gehört zum Schulalltag. Die Schule wurde bereits mit dem BMW-Award für interkulturelles Lernen ausgezeichnet.)
2. Preis: Grundschule Pforzen, 87666 Pforzen (Die Grundschule hat seit fünf Jahren ein Schulentwicklungsprogramm unter dem Motto „Miteinander - füreinander“. Die Eltern engagieren sich vorbildlich in einem Förderverein.)
3. Preis: Grundschule Taufkirchen am Wald, 82024 Taufkirchen (Die Grundschule ar-beitet mit externen Partnern, z.B. der Universität der Bundeswehr, zusammen. Interkulturelles Lernen spielt eine zentrale Rolle.)
Hauptschulen:
1. Preis: Kapellen-Volksschule Augsburg-Oberhausen (Die Hauptschule ist bereits seit zehn Jahren in der Schulentwicklung aktiv. Sie bietet qualitativ hochwertige Förderprogramme für sozial Benachteiligte an.)
2. Preis: Hauptschule Weinbergerstraße, 92818 Neumarkt i. der Oberpfalz (Die Schülerinnen und Schüler lösen mit dem „Weinberger Schulrecht“ selbst die Konflikte an der Schule.)
3. Preis: Hauptschule am Gerhart-Hauptmann-Ring, 81737 München (In der Schule gibt es einen Schulstaat, eine „Polis“, die inzwischen viele Nachahmer gefunden hat. Professionell arbeiten dort auch die Schülerfirmen.)
Realschulen:
1. Preis: Realschule am Judenstein, 93047 Regensburg (Die Schule hat ein Methodentraining mit externen Beratern erarbeitet. Es finden regelmäßig Umfragen zur Schulqualität bei Eltern und Schülern statt.)
2. Preis: Staatliche Realschule Neusäß, 86356 Neusäß (Die Lehrer arbeiten als Team zu-sammen. Die Schule hat vorbildliche Modelle zur Zusammenarbeit mit den Eltern erarbeitet.)
3. Preis: Leopold-Ullstein-Realschule, Staatliche Realschule Fürth, 90762 Fürth (Die Schule arbeitet vielfältig mit externen Partnern zusammen und hat ein ausgeprägtes Tutoren-system.)
Gymnasien:
1. Preis: Peter-Vischer-Schule, 90419 Nürnberg (Das Gymnasium lässt sich bereits seit 1993 von externen Beratern regelmäßig evaluieren.)
2. Preis: Gymnasium Ottobrunn, 85521 Ottobrunn (Die Ottobrunner beeindruckten durch ihr Mediencurriculum, durch die jährlichen Arbeitsschwerpunkte sowie die Einrichtung von Teamstunden für die Lehrkräfte.)
3. Preis: Laurentius-Gymnasium der Diakonie Neuendettelsau, 91564 Neuendettelsau (Die Schule engagiert sich außergewöhnlich im sozialen Bereich. Ihr Leitspruch: „Nur in einer lebendigen Umgebung lernt man wirklich“.)
Berufsschulen:
1. Preis: Staatliche Berufsfachschule für Hauswirtschaft und Kinderpflege, 97702 Münnerstadt (Die Schule beeindruckte durch hohe Unterrichtsqualität und durch ein stimmiges Gesamtkonzept.)
2. Preis: Berufsschule 3, 90489 Nürnberg (Die Schule hat ein gemeinsames Wertekonzept erarbeitet. Schulmotto: „Ein Berufsschulkonzern setzt auf Qualität“)
3. Preis: Adolph-Kolping-Berufsschule, 86343 Königsbrunn (Die Berufsschule hat ein vorbildliches Schulmanagement und setzt moderne Unterrichtsformen ein.)
Claudia Piatzer, Pressesprecherin des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
„Der i.s.i zeigt, das wir Innere Schulentwicklung und Innovationsfreude nicht vom Kultusministerium per ordre du mufti anordnen, sondern dass sich die Schulen von sich aus aktiv ver-ändern wollen“, sagte Kultusministerin Monika Hohlmeier am Freitag. Das Kultusministerium habe vor drei Jahren mit einem breiten Inneren Schulentwicklungsprogramm den Anstoß gegeben.
Doch was sind eigentlich innovative Schulen, die die Kriterien für den ersten Innovationspreis erfüllen müssen? „Eine große Rolle spielen innovative und nachhaltig wirksame Unterrichtsformen, die die Schüler stärker in die Verantwortung nehmen. Wichtig ist, ob die Schule ein von Lehrern, Eltern und Schülern gemeinsam entwickeltes Schulprogramm hat. Fortbildungsfreudige Lehrer sind ebenso von Bedeutung wie die Mitwirkung von Eltern und Schü-lern bei wichtigen Entscheidungen. Eine innovative Schule zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie externe Partner mit ins Boot nimmt oder ein System zur Qualitätssicherung, also eine Form der Evaluation, vornimmt“, betonte Kultusministerin Hohlmeier. Die Vielzahl von Kri-terien zeige, welch hohe Ansprüche der i.s.i. an die Schulen stelle.
„Um eines jedoch klarzustellen: Beim i.s.i. geht es nicht um wilde Projekthuberei, sondern um Vorhaben, die das Schulleben nachhaltig verändern“, erklärte Hohlmeier. Wie wichtig dieser Prozess sei, zeige auch die Pisa-Studie. Die Verbesserung der Unterrichtsqualität ist ein zentraler Punkt. „Diese Schulen, die heute mit dabei sind, haben bereits bewiesen, dass sie sich vorbildlich auf den Weg zu mehr Eigenständigkeit gemacht haben und selbstverständlich mit neuen Unterrichtsformen arbeiten“, sagte Hohlmeier.
Für jede Schulart werden heute drei Schulen ausgezeichnet. Neben attraktiven Sachpreisen erhält der 1. Preisträger 3000 Euro, der zweite 2000 Euro und der dritte 1000 Euro. Die Preisträger wurden von einer schulartspezifischen Jury ermittelt.
Folgend die i.s.i.-Preisträger (mit kurzer Begründung):
Förderschulen:
1. Preis: Dominikus-Savio-Schule, 96126 Maroldsweisach (Die Jury zeigt sich beeindruckt von dem breiten Einsatz moderner Unterrichtsformen. Zum Teil werden die Jahrgangsstufen aufgelöst. Die Schule bietet den Lehrern professionelle Supervision an.)
2. Preis: Förderschule Penzberg, 82377 Penzberg (In der Schule herrscht eine ausgespro-chen gute Kommunikation zwischen Schulleitung, Kollegium und Eltern. Die Schule hat ein vorbildliches Schulprogramm erarbeitet.)
3. Preis: Dr.-Elisabeth-Bamberger Schule, 85221 Dachau (In dieser Schule ist ein Prakti-kumstag für die Schüler eine Selbstverständlichkeit, für den Basisunterricht wurden gemein-sam feste Regeln erarbeitet.)
Grundschulen:
1. Preis: Scharrerschule, 90478 Nürnberg (Die Schule mit über 500 Schülern arbeitet mit mehreren Netzwerken zusammen. Interkulturelles Lernen gehört zum Schulalltag. Die Schule wurde bereits mit dem BMW-Award für interkulturelles Lernen ausgezeichnet.)
2. Preis: Grundschule Pforzen, 87666 Pforzen (Die Grundschule hat seit fünf Jahren ein Schulentwicklungsprogramm unter dem Motto „Miteinander - füreinander“. Die Eltern engagieren sich vorbildlich in einem Förderverein.)
3. Preis: Grundschule Taufkirchen am Wald, 82024 Taufkirchen (Die Grundschule ar-beitet mit externen Partnern, z.B. der Universität der Bundeswehr, zusammen. Interkulturelles Lernen spielt eine zentrale Rolle.)
Hauptschulen:
1. Preis: Kapellen-Volksschule Augsburg-Oberhausen (Die Hauptschule ist bereits seit zehn Jahren in der Schulentwicklung aktiv. Sie bietet qualitativ hochwertige Förderprogramme für sozial Benachteiligte an.)
2. Preis: Hauptschule Weinbergerstraße, 92818 Neumarkt i. der Oberpfalz (Die Schülerinnen und Schüler lösen mit dem „Weinberger Schulrecht“ selbst die Konflikte an der Schule.)
3. Preis: Hauptschule am Gerhart-Hauptmann-Ring, 81737 München (In der Schule gibt es einen Schulstaat, eine „Polis“, die inzwischen viele Nachahmer gefunden hat. Professionell arbeiten dort auch die Schülerfirmen.)
Realschulen:
1. Preis: Realschule am Judenstein, 93047 Regensburg (Die Schule hat ein Methodentraining mit externen Beratern erarbeitet. Es finden regelmäßig Umfragen zur Schulqualität bei Eltern und Schülern statt.)
2. Preis: Staatliche Realschule Neusäß, 86356 Neusäß (Die Lehrer arbeiten als Team zu-sammen. Die Schule hat vorbildliche Modelle zur Zusammenarbeit mit den Eltern erarbeitet.)
3. Preis: Leopold-Ullstein-Realschule, Staatliche Realschule Fürth, 90762 Fürth (Die Schule arbeitet vielfältig mit externen Partnern zusammen und hat ein ausgeprägtes Tutoren-system.)
Gymnasien:
1. Preis: Peter-Vischer-Schule, 90419 Nürnberg (Das Gymnasium lässt sich bereits seit 1993 von externen Beratern regelmäßig evaluieren.)
2. Preis: Gymnasium Ottobrunn, 85521 Ottobrunn (Die Ottobrunner beeindruckten durch ihr Mediencurriculum, durch die jährlichen Arbeitsschwerpunkte sowie die Einrichtung von Teamstunden für die Lehrkräfte.)
3. Preis: Laurentius-Gymnasium der Diakonie Neuendettelsau, 91564 Neuendettelsau (Die Schule engagiert sich außergewöhnlich im sozialen Bereich. Ihr Leitspruch: „Nur in einer lebendigen Umgebung lernt man wirklich“.)
Berufsschulen:
1. Preis: Staatliche Berufsfachschule für Hauswirtschaft und Kinderpflege, 97702 Münnerstadt (Die Schule beeindruckte durch hohe Unterrichtsqualität und durch ein stimmiges Gesamtkonzept.)
2. Preis: Berufsschule 3, 90489 Nürnberg (Die Schule hat ein gemeinsames Wertekonzept erarbeitet. Schulmotto: „Ein Berufsschulkonzern setzt auf Qualität“)
3. Preis: Adolph-Kolping-Berufsschule, 86343 Königsbrunn (Die Berufsschule hat ein vorbildliches Schulmanagement und setzt moderne Unterrichtsformen ein.)
Claudia Piatzer, Pressesprecherin des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
